Shotokan Ryu Karate Do
Die Linie Shotokan
Definition
Die Großmeister der Linie
Die Linie Shotokan
Shotokan hat seine Ursprünge sicherlich im Shuri-te. Über die Meister
Takuhara Peichin und Kushanku führte es zu Sakugawa (1733-1815), danach zu
Sokon Matsumura (1792-1896), zu Anko Azato und Anko Itosu, zu Gichin Funakoshi
(1869-1957) und dessen Sohn Yoshitaka (+1945), zu Egami, Hironishi, Okuyama und
Taiji Kase (1929). Das ist eine der möglichen Linien dieses Stils. Da viel
Wissen über die Linie im 2. Weltkrieg verloren ging, ist es natürlich auch
hier sehr schwierig und oft wage, genaue Aussagen zu machen. Manche vermuten,
dass Jigen-Ryu, eine Kampfkunst bei der mit Holzschwertern geübt wird, das
Shotokan stark beeinflusst hat. Das Jigen-Ryu war ein Schwertstil des Satsuma
Clans, der von Soken Matsumura und Anko Azato praktiziert wurde. Es handelte
sich um einen sehr effektiven Kampfstil, bei dem die Kämpfer aus größerer
Distanz mit einem speziellen Kiai aufeinander zulaufen und einen gewaltigen
Hieb ausführen, dessen Erschütterung, wenn die Schwerter aufeinander treffen,
die Arm- und Schultergelenke des Kontrahenten zerstört. Eine Vermutung ist,
dass Matsumura und Azato einen geheimen angriffsbetonten Stil übten, der dem,
was Yoshitaka Funakoshi damals machte, entsprach. Da Gichin Funakoshi der
innere Schüler von Anko Azato war liegt die Vermutung nahe, dass er es seinem
Sohn weiter vermittelt hatte. Gichin war Gastschüler von Anko Itosu, dem Mann,
der die Pinan ( Heian) Kata entwickelte und in die Schule einführte. Als Gichin
Funakoshi nach Japan kam, unterrichtete er genau den Stil von Itosu (hohe
Stellungen, kurze Bewegungen, nur Mae-geri, die Original Kata usw.). Sicherlich
hat der Stil seine größte Änderung durch Yoshitaka Funakoshi in den Jahren 1938
bis 1945 erfahren. Alle Bewegungen wurden länger, die Stände tiefer, neue
Tritte wie Yoko-geri und Mawashi-geri wurden hinzugefügt, Fudo-dachi wurde
zur Hauptstellung erkoren, die Kata wurden daran angepasst. Es scheint, dass
sich die formalen Aspekte von Itosu und die Ideen (z.B. maximale Energie,
von einer Technik in die nächste übergehen, usw.) des Geheimstils von Azato, sowie das Budo Japans sich miteinander verbunden hatten.
Yoshitaka reiste manchmal nach Okinawa und wurde auch stets bei seinen
Entwicklungen von seinem Vater beraten und ermutigt. Laut Sensei Kase ist
sicher, dass die Kata Taikyoku 1-3, Meikyo, Kanku-sho, Bassai-sho und Sochin
von Yoshitaka in der heutigen Form entwickelt wurden. Der hohe Druck, den die
Militärs vor und während des 2. Weltkrieges auf die Kampfkunstschulen ausübten,
begünstigte die Entwicklung des Shotokan zu einem sehr effektiven Stil.
Sensei Kase beschrieb bei einem Interview folgendes:
"Shotokan-ryu entwickelt die innere Kraft des Körpers. Die Idee war immer,
dass bei der Ausführung der Technik der Körper in einer Position zum
Weitermachen sein soll. Angenommen man greift mit einer Fußtechnik an, dann
kann man das nicht machen, ehe nicht die Stellung und die Hüfte absolut unter
Kontrolle sind. Einige Stile konzentrieren sich nur auf die Ausführung der
Technik und finden es sehr schwierig, von einer Technik in die andere
überzuwechseln. Meister Yoshitaka hat über dieses Problem sehr tief
nachgedacht und seinen Stil entwickelt, der es erlaubte, unmittelbar von
einer Technik zur nächsten überzugehen. Er glaubte, wenn man die großen
Techniken entwickelte, würden die Muskeln in einem Gebiet die Muskeln in
einem anderen unterstützen. So ist die Grundschule des Shotokan sehr groß,
mit tiefen Stellungen. Oft scheinen sie nutzlos. Erst nach zehn oder zwanzig
Jahren werden sie nützlich. Dies ist ein sehr tiefes Konzept. Wir denken nicht
an morgen, wenn wir diese Techniken üben, sondern weit in die Zukunft. Heute
verstehe ich das sehr gut. Wir können uns mit Gleichgewicht und Stabilität
überall hin bewegen. Ich denke, dass es ohne dieses Training nicht möglich
ist, die Kraft und das Gleichgewicht zu finden, um wirklich effektiv zu sein.
Dies hat Meister Yoshitaka perfektioniert."
Sicherlich gibt es mehrere Meister, die Anspruch auf die Erbfolge des
"wahren" Shotokan erheben und meine Betrachtungsweise der Sachlage wird
bestimmt nicht jedem gerecht. Ich hoffe trotzdem nicht noch zusätzliches
Chaos verursacht zu haben.
Definition
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Shotokan Ryu Karate Do
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Sho
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Pinie (Baum) /
Die Idee der Kraft des Bodens, der Stabilität
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to
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Ozean / Die Idee einer durch große Energie animierte schnelle Bewegung
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Shoto
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Pinienrauschen / Synonym von G. Funakoshi
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kan
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Haus, Tempel (Dojo)
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Ryu
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Stil
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Kara
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( früher ) chinesisch / ( heute ) leer(e)
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Te
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(auf Okinawa "Technik") Hand
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Do
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Weg
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Der Weg der leeren Hand nach dem Stil von Gichin Funakoshi ??
Shotokan ist die Bezeichnung für die Stilrichtung, die die Linie eigentlich vorgibt. Innerhalb
eines Stils gibt es auch Unterschiede, die sich oft in den Kata und deren Auslegungen
widerspiegelt. Das kommt dadurch zustande, dass die äußere Form ständig durch die
Persönlichkeit des Übenden geprägt wird und dass Kunst kein reines Kopieren sein
kann. Auch fehlerhafte Übermittlung, Ideologievermischung und Versportlichung
spielen hierbei eine wichtige Rolle.
Ryu bedeutet Stil, Linie , nach einer Überlieferung.
Kara bedeutet nicht nur leer im Sinne von "keine Waffen" sondern vor allem
"ohne lähmende Angst , Boshaftigkeit und Selbstsucht" ( leer =
frei von (Zen-Gedanke) ). Durch die Bedeutungsänderung (chinesisch => leer)
wurde ein wichtiger Grundsatz für das Karate-Do definiert, nämlich das Ziel,
den Charakter
zu verbessern. Das hebt die Kampfkunst vom reinen Sport und Selbstverteidigung
ab. Die Gründe für die Änderung von dem Schriftzeichen "China" in das Schriftzeichen
"leer" waren der philosophisch-moralische Sinngehalt der Silbe "leer", der japanische
Nationalismus jener Zeit, der eine Assoziation zu China vermeiden wollte und der
Aspekt der Waffenlosigkeit.
Te bezieht sich auf die Waffenlosigkeit der Kampfkunst.
Do der " Weg ". Wie eine Sache angegangen wird und das ernsthafte
Versuchen ist wichtiger als das Erreichen des Ziels. Bei Karate-Do z.B. " körperliche
und geistige Meisterung des Ichs ".
Allgemeine Definition:
Karate ist ein aus Ostasien stammendes Nahkampf- und Selbstverteidigungssystem, bei dem Körperteile
wie Hände, Ellenbogen, Füße, Knie usw. für Stöße, Schläge, Tritte und Stiche gegen
empfindliche Körperteile eingesetzt werden. Griffe, Hebel, Würger und Würfe stehen
in der Anfangsphase des Studiums nicht so im Vordergrund. Das Grundprinzip ist
der "finishing Blow", das heißt, man versucht den Angreifer mit einer entscheidenden
Technik kampfunfähig zu machen. Bei der Kampfkunst der waffenlosen Selbstverteidigung
werden die Körperteile so trainiert, dass sie waffenähnliche Schlagkraft entwickeln,
um unerwartete Angriffe abzuwehren. Durch Blocken, Vorbeileiten und / oder Abhärten
schützt man sich.
Das alles ist jedoch nur der äußere Teil. Der ethisch
philosophische Hintergrund steckt im D-Begriff der Zen-Philosophie. Karate-Do
ist ein Weg zur körperlichen und geistigen Beherrschung des eigenen Selbst. Die
Kampfkunst dient dem Studium des Weges, bei dem über körperliche Übungen zur geistigen
Reife geführt wird. Wichtig ist nicht der Schlag, sondern das Üben, um sich dadurch
selbst zu erkennen und zu verändern.
Die Großmeister der Linie
Shungo Sakugawa (1733-1815)
Am 5.3.1733 in Shuri, Okinawa, geboren, Schüler von Takuhara Peichin
und 1756 sechs Jahre lang bei Kushanku. Er unterrichtete mit 78 Jahren
Sokon Matsumura als dieser 10 Jahre alt war. Er war der Begründer der
okinawaschen Dojokun.
Sokon Matsumura (ca. 1792-1896)
Geboren in Shuri. Er gründete das Shorin-Ryu Gokoku-an Karate. Er war Leibwächter des 17., 18. und
19. Königs von Okinawa und Offizier des okinawaschen Militärs. Er praktizierte
das Jigen-Ryu. Sein Kampfstil war sehr körperbetont und dynamisch und wurde wahrscheinlich
nur im Verborgenen geübt, um ihn vor den Japanern geheim zu halten.
Kosaku Matsumora (1829-1898)
1829 in Tomari, Okinawa, geboren. Er lehrte den Stil des "Vogelmann"
Makabe Chokun. Er stand in enger Verbindung mit Matsumura Sokon. Zusammen
erarbeiteten sie die Basis des Shorin-Ryu.
Anko Itosu (1830-1916)
1830 in Shuri, Okinawa, geboren. Er begann mit 16 Jahren bei Matsumura
das Karatestudium, das 8 Jahre lang dauerte. Er war der äußere Schüler
von Marsumura (derjenige, der überwiegend die formalen Lehren des Meisters
erlernt hat). Er veränderte den harten Stil, den er gelernt hatte, indem er
weichere Bewegungen und höhere Stände einführte. Seine Schule beeinflusste
die meisten der okinawaschen Stile. Ihm ist es zu verdanken, dass viele Kata
heute noch geübt werden. Er entwickelte die Pinan Kata und führte diese in
das Schulwesen ein. Sein Karate wurde bis 1938 auch von Gichin Funakoshi in
Japan gelehrt.
Anko Azato
Er war der innere Schüler von Matsumura (derjenige, der die Tradition des
Lehrmeisters weiterführt, also die geistigen und formalen Lehren erlernt hat)
und betrieb neben anderen Kampfkünsten, wie sein Lehrer, auch das Jigen-Ryu.
Er unterrichtete nie öffentlich und hat mit großer Wahrscheinlichkeit den Stil
seines Lehrers durch schnelle Wechsel zwischen Angriff und Verteidigung und
Ausweichbewegungen perfektioniert und diesen so auch an Gichin Funakoshi
weitergegeben.
Gichin Funakoshi (1869-1957)
Er war der innere Schüler von Azato und Gastschüler von Itosu. Er war ab
1888 30 Jahre lang im Schuldienst tätig. Die Japaner hatten Interesse an
dieser Kunst. Gichin wurde von den Meistern Okinawas aufgrund seiner Bildung,
seines Charakters und seiner Fähigkeiten im Karate ausgewählt, die Kunst in
Japan zu präsentieren. Aus dem ursprünglich geplanten Kurzaufenthalt wurde
eine Aufgabe, die ihn den Rest seines Lebens in Japan festhielt. Die ersten
Karate Clubs wurden in den Universitäten gegründet. 1936 wurde das Shotokan
Dojo in Tokyo eröffnet. 1938 übernahm sein Sohn Yoshitaka den Unterricht.
1945 wurde das Dojo zerstört und Yoshitaka starb. Aufgrund des Krieges nahm
Gichin erst 1948 wieder Kontakt mit seinen alten Schülern auf, an die er
auch die Leitung des Unterrichts abgab. Am 26.04.1957 starb er im Alter
von 88 Jahren (Laut Nakamura aus Naha starb Funakoshi mit 91 Jahren).
Folgende Bücher sind von ihm erschienen: Ryukyu-Kempo Karate (1922);
Rentan Goshin Karate Jitsu (1925); Karate-Do Kyohan (1935).
Yoshitaka Funakoshi (+ 1945)
Yoshitaka, auch Gigo genannt, der dritte Sohn von Gichin, übernahm 1938 den
Unterricht im Shotokan Dojo und veränderte den Stil zu dem, den wir heute
kennen. Er war einer der stärksten Kämpfer Japans und trainierte
Spezialtruppen des Militärs. 1943 führte er das Gohon, Sanbon und Kihon
Ippon Kumite ein. Seine engeren Assistenten waren Egami, Hironishi und
Okuyama. Er unterrichtete bis 1944 und starb 1945 an Tuberkulose.
Shigeru Egami (1912-1981)
Shigeru Egami begann 1932 im Alter von 20 Jahren unter der
Leitung von Gichin sein Karate Studium an der Waseda Universität.
Schon bald gehörte er zu den Übungsleitern. Nach Yoshitakas Tod wurde er
zum Hauptübungsleiter ernannt (Shotokai). Da er keine Abweichung vom
Grundkonzept von Yoshitaka duldete, kam es durch die Initiative der jüngeren
Schüler zur Spaltung des Stils. Aufgrund einer Krankheit suchte er nach einer
neuen Form der Übung, die er auch fand. Er schrieb das Buch "The Heart (Way)
of Karate". Sein Nachfolger ist Tsutomu Oshima.
Genshin Hironishi
Schüler von Gichin und Yoshitaka Funakoshi. Er war 1937 bis 1943
im japanisch-chinesischen Krieg. 1943 kehrte er nach Japan zurück und
wurde einer der Hauptübungsleiter des Shotokan Dojo. Er war zudem der
Präsident der Shotokai Organisation.
Okuyama
Okuyama ist einer der Lehrer von Sensei Kase. Während der Kriegszeit
war er Ausbilder bei den japanischen Spezialeinheiten, wie Kamikaze oder
Geheimdienst. Er hat sich nach dem Krieg in die Berge in Japan zurückgezogen.
Laut Taiji Kase Okuyama der einzige, der Karate verstanden hat!
Isao Obata (+1976)
Obata begann 1923 unter Gichin Funakoshi mit dem Shuri-te Karate. Er übte
an der Keiyo-Uni. Er gehörte zuerst der Shotokai
an. 1949 war er der Vorsitzende der JKA, die er 1955 verließ, da er mit deren
Politik nicht einverstanden war.
Hiroshi Noguchi
Noguchi war ein Schüler der ersten Generation. Er leitete das Training an der Waseda -Uni. Er gehörte
zur Gruppierung um Yoshitaka und vertrat auch diese Richtung.
Mitsusuke Harada (1928)
Harada begann 1943 im Shotokan Dojo unter Funakoshi und Hironishi
mit dem Karate Studium. Später wurde er auf der Waseda-Uni von Okuyama
trainiert. Er ging 1956 nach Brasilien und 1963 nach Britannien. Er erhielt
von Funakoshi den 5. Dan.
Takeshi Shimoda
War Schüler von Gichin Funakoshi sowie Instruktor im Shotokan Dojo.
Er war zusammen mit Yoshitaka maßgeblich an der Entwicklung des Stils
beteiligt.
Minoru Miyata (+1972)
Schüler von Yoshitaka und Hironishi an der Takushoku-Uni. Er zeigte
Nakayama das neue Shotokan-ryu. Miyata war ein sehr starker Kämpfer und
kämpfte oft bei Herausforderungen, die an das Dojo gerichtet wurden. Er
lebte in Kumamoto.
Tsutomu Oshima
Schüler von Gichin Funakoshi, Egami, Hironishi und Noguchi an der
Waseda Uni 1948-1953. Er war der Kapitän der Unimannschaft. Von 1949-1955
Mitglied in der JKA. Nach seinem Austritt aus der JKA ging er in die USA.
Er ist der Übersetzer des "Karate-Do Kyohan".
Masatoshi Nakayama (1913-1987)
Nakayama wurde 1913 in Tokyo geboren. 1932 begann er an der Takushoku-Uni
unter Gichin Funakoshi mit dem Karate Studium. Er übte 5 Jahre lang und ging
dann 1937 nach China, von wo er erst 1946 zurückkehrte. Er war einer der
Initiatoren zur Gründung der JKA, die zunächst unter Nishiama und später
direkt unter ihm zu einer renommierten Karatevereinigung heranwuchs.
Er schrieb das Buch "Dynamik Karate".
Taiji Kase (1929)
Am 9. Februar 1929 in Chiba (Japan) geboren. Er begann in jungen Jahren
mit Judo und fing 1944 im Shotokan-Dojo unter Funakoshi und Hironishi das
Karate an. Er studierte an der Sanshu-Uni. 1967 kam er nach Europa und ließ
sich später in Frankreich nieder. Er war Mitglied der Shotokai und später
der JKA, die er jedoch wieder verließ. Er gründete 1989 zusammen mit Shirai
die WKSA, um nach den wahren Grundlagen von Yoshitaka zu üben und diese auch
weiterzugeben. 1999 wurde der WKSA geschlossen. Im gleichen Jahr erlitt er
einen Herzanfall. Seit dieser Zeit steigert sich sein Bemühen den Stil
Shotokan Ryu Kase Ha (Shotokan nach Kase Art) weiterzugeben.
Sensei Kase verstarb am 24. November 2004.
Bericht zum Tod von Sensei Kase (von Gerhard Scheuriker): deutsch,
englisch,
französisch
www.shotokanryukaseha.com
www.shotokan-ryu-kase-ha.de
Hidetaka Nishiama (1928)
Nishiama begann in jungen Jahren mit Judo und Kendo und fing Anfang der
40er Jahre mit Karate an. Er studierte an der Takushoku-Uni. 1949 gründete
er die JKA, verfasste Wettkampfregeln und rief die Instruktoren-Kurse ins
Leben. Er hatte großen Einfluss auf die Entwicklung des JKA Karate. 1960
ging er nach Amerika und löste sich von der JKA. Er lebt in Los Angeles
und leitet den Weltverband ITKF.
Hirokazu Kanazawa (1931)
Kanazawa besuchte die Takushoku-Uni. Er wurde als Trainer auf Hawaii
und in den USA, 1962 in Europa und 1964 sogar in Deutschland eingesetzt.
1977 trennte er sich von der JKA und gründete die SKI.
Hiroshi Shirai (1937)
Shirai wurde am 31.Juli 1937 in Nagaski, Japan, geboren. Er startete
mit Karate an der Kobazawa Universität unter der Leitung von Hidetaka
Nishiama. Er lebt derzeit in Milano, Italien. Er ist eine treibende Kraft
in der WKSA. Shirai hat das World Shotokan Institut gegründet und viele
bekannte Lehrer wie Contarelli, Fugazza, Marchini usw. hervorgebracht.
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